Sie ist quirlig, leidenschaftlich, einzigartig: Die erste Schweizer Brot-Sommelière führt erfolgreich eine sympathische Quartierbäckerei in der Stadt Basel. Seit einiger Zeit ist sie in aller Munde – in den Medien, in der Branche, bei ihrer Kundschaft. Eine Reportage und ein Blick in ihre Zukunft, die voller Pläne ist.

Eigentlich wollte Gabi Meier Architektur studieren. Sie war bereits an der Kunstgewerbeschule angemeldet. Doch dann entschied sie sich, in den Betrieb ihrer Eltern einzusteigen und startete ihre Lehre als Bäcker-Konditorin. Ein harter Schicksalsschlag trifft sie während dieser Ausbildung: Ihr Vater stirbt. Gabi Meier ist 18-jährig und kümmert sich fortan zusammen mit ihrer Mutter Luise Meier um die Geschicke des Unternehmens. «Ich habe den Entscheid, in die Branche einzusteigen, nie bereut», betont sie voller Überzeugung. «Die Bäckerei ist mein Leben geworden, meine Wohnstube.»

Medienpräsenz mit grossem Echo

Unser Besuch in der Bäckerei Konditorei Café Meier in einem Basler Aussenquartier fällt just auf den Tag nach dem grossen Porträt über die erste Brot-Sommelière der Schweiz in der Basler Zeitung. Zuvor war Gabi Meier bereits im Radio und im Fernsehen SRF sowie in anderen Medien ein Thema. Kein Wunder kommen immer wieder Stammkundinnen und -kunden an unseren Tisch, informieren sich, gratulieren und freuen sich mit der jungen Geschäftsfrau. Für alle hat sie ein freundliches Wort, ein ansteckendes Lachen.

Brot besser verstehen

Was war die Motivation, sich für den Brot-Sommelier-Kurs anzumelden? «Ich wollte mehr über das Brot erfahren, das Brot verstehen, nicht nur backen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes begreifen», erklärt Gabi Meier. …

… Lesen Sie den kompletten Artikel im Panisimo vom 27. Februar 2026.

Text und Fotos: Claudia Vernocchi


Basler Brot: Ein Stück Basel neu gedacht

Ein Brot mit Geschichte und Zukunft.

Gabi Meier widmete ihre Prüfungsarbeit dem Basler Brot. «Es war für mich eine Reise zu den Wurzeln des Basler Brotes und zugleich der Versuch, ihm eine neue Gestalt für unsere heutige Zeit zu geben», hält sie fest. «Mich hat die Frage geleitet, wie man ein Brot schaffen kann, das altes Wissen, überlieferte Traditionen und moderne Technik miteinander vereint. Ich habe historische Quellen, Rezepte und Herstellungsweisen studiert, ausprobiert und neu interpretiert, um die beste Variante für das Basler Brot von heute zu entwickeln. Ein Brot, das Vergangenheit und Gegenwart im besten Sinne verbindet. Ein Brot mit Geschichte und Zukunft – ein Stück Basel, neu gedacht.»

Das sind Merkmale des neuen «em Bebbi si Brot» gemäss den Angaben von Gabi Meier: Dinkelhalbweismehl, (für manche Leute bekömmlicher), Brühstück (für mehr Feuchtigkeit), 48 Stunden Sauerteig- Reifung (dadurch weniger Fodmaps, ATI`s, Abbau von Phytinsäure), Weizenkeime (wegen Spermitin), langsames Kneten (weniger Oxidation), wenig Salz (Gesundheit) und gut gebacken (wegen der Tradition vom Basler Brot und dem Nachweis, dass der Acrylamid-Wert trotz röschem Ausbacken unter dem Tolleranzwert bleibt, regionale Zutaten.


Die etwas anderen Fragen an Gabi Meier

  • Weiss- oder Vollkornbrot: Vollkornbrot
  • Milch- oder dunkle Schokolade: dunkle Schokolade
  • Kaffee oder Tee: Tee
  • Bier oder Wein: Wein
  • Salzig oder süss: Salzig
  • Reis oder Teigwaren: Reis
  • Wasser mit oder ohne Sprudel: mit Sprudel
  • Berge oder Meer: schwierig, Joker
  • Rockmusik oder Klassik: Klassik
  • Krimi oder Romantik: Krimi
  • Buch oder Film/Video: Film/Video
  • Das liebe ich an meinem Beruf: Die Vielfalt
  • Lieblingsprodukt Bäckerei: Eingeklemmtes Silserli mit Thon
  • Lieblingsprodukt Konditorei: Mohnschnecke
  • Lieblingsprodukt Patisserie: Die Patisserie von Thomas Sporrer
    (Bis vor drei Jahren war Thomas Sporrer als Patissier in der Bäckerei Meier tätig und arbeitet jetzt als Chefpatissier im Cheval Blanc in Basel. «Er hat so tolle Patisserie produziert, mit einem vielfältigen Aroma.)
  • Wunsch an Bäckerei-Branche: (lacht) Die meisten wissen, was zu tun ist!

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