Ende Februar hat in Zürich der Slow Food Markt stattgefunden. Zum bunten Mix an Ständen und Produkten gehörten auch zwei SBC-Mitglieder.
Vom 27. Februar bis 1. März lud der Slow Food Markt Zürich in der Halle 51 in Oerlikon zum Entdecken, Fachsimpeln und Degustieren ein. Bäckereien, Confiserien, Destillerien, Wiederverkäufer/innen, aber auch Sortenorganisationen, Küchenartikelhersteller oder Non-Profit-Organisationen: Unter den rund hundert Ausstellenden gab es überraschende Spezialitäten und hochwertige Produkte aus verschiedensten Manufakturen.
«Nächstes Jahr muss ich mehr einpacken»
Ihre Back- und Konditoreiwaren präsentierten auch zwei Mitglieder des Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verbandes. «In den ersten beiden Tagen habe ich alle Roggenbrote verkauft», sagt Amadeo Arnold. Er betrieb den Stand von der mit dem Slow Food Presidio zertifizierten Bäckerei Arnold aus Simplon Dorf (VS). Am Sonntagmorgen hatte der Bäcker-Konditor noch drei Produkte im Sortiment: ein Birnenschnitzbrot mit 70% Früchten, Läckerli und eine Roggenbrot-Variation. Kurz vor Messeschluss waren auch diese vergriffen. Gerne hätte der Walliser mehr verkauft, «nächstes Jahr muss ich mehr einpacken».

Wenige Slow Food Presidios Ausgerüstet mit Bündner Nusstorten, Müesli, Bauernbirnbrot und Roggen-Schüttelbrot, inklusive authentischem Brotbrechbrett, sind Lucia Meier und Giancarlo Marco De Santis aus dem Münstertal nach Zürich gereist. Sie betreiben den Meier-Beck in Santa Maria (GR), der 2024 im Finale für die Bäckerkrone war.

Lucia Meier fiel ebenfalls der Andrang an Besuchenden auf: «Am Freitag hatte es wegen des schönen Wetters nicht viele Leute.» Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Märkten – der Meier-Beck ist acht- bis zehnmal pro Jahr an solchen dabei – habe es zudem nicht sehr viele Stände von Mitgliedern mit Slow Food Presidio gegeben. Rund 10 % der Ausstellenden in der Halle durften sich mit einem solchen rühmen. Presidi sind Slow Food-Projekte, die kleine, hochwertige Produktionen erhalten sollen, die mit handwerklichen Methoden und traditionellem Wissen arbeiten.
Text und Fotos: Diego Schwerzmann