An der Generalversammlung der Ostschweizer Bäcker-Confiseure vom 21. März im Schloss Maienfeld wurde Hampi Rohner zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt auf Roland Räber. Die Bildungsrevision und die Finanzen boten Gesprächsstoff.

«Ich habe heute Narrenfreiheit», sagte der scheidende Präsident Roland Räber (Foto rechts) an der Generalversammlung der Ostschweizer Bäcker-Confiseure (OBC). Diese fand am 21. März im Schloss Maienfeld und damit – nach dem OBC-Beitritt des Bündner Kantonalverbandes 2024 – erstmals in Graubünden statt. Räber übergab an der DV das Präsidium Hampi Rohner (Rohners Genusswelt, St. Gallen), der einstimmig gewählt wurde.

Der neue OBC-Präsident Hampi Rohner (links) mit dem vom Amt zurücktretenden Roland Räber.
(Foto: Diego Schwerzmann)

Premiere für den Sekretär

Ebenfalls eine Premiere feierte der im Januar gestartete Sekretär Jörg Widmer, der die GV organisierte. Sein Vorgänger und neo-Pensionär Stefan Thalmann war ebenfalls zugegen. Mit den Worten «unter dir hätte jeder Präsident sein können», bedankte sich Roland Räber für dessen langjährigen und treuen Dienste.

Stützung der Bildungsrevision

richemont.link/infobc«In den letzten drei Jahren haben Peter Signer, Lorena Mohn und ich uns mit dem neuen Berufsfeld beschäftigt.» Adrian Studer-Hirschy, Chefexperte Grundbildung Produktion, moderierte einen der schwergewichtigen Punkte auf der Traktandenliste: Die Revision der Grundbildung in der Produktion. Anlass für Erklärungen gab vor allem das 45-minütige Fachgespräch am Ende der praktischen Prüfung.
Der Antrag, die Totalrevision Grundbildung Produktion am SBC-Kongress in Bern zu unterstützen, wurde mit 51 zu zwei Stimmen angenommen. Adrian Studer-Hirschy betonte, dass in der aktuellen Phase der internen Anhörung die Mitglieder aktiv werden müssten. «Nun müsst ihr Stolpersteine melden, die wir nicht sehen. Jetzt habt ihr einen Monat Zeit, um zu sagen, wo ihr Bedenken habt.» Der Link zum Fragebogen zur internen Branchenanhörung der Totalrevision ist unter richemont.link/infobc verfügbar.

Gewinn bedingt mehr Revisor/innen

2024 konnte der OBC rund CHF 40’000, 2025 gar rund CHF 80’000 Gewinn verbuchen. Aus diesem Grund hätten die Mitgliederbeiträge für das laufende Jahr reduziert werden können, sagte Roland Räber. Dennoch sei es nicht das Hauptziel des Regionalverbände, Gewinn zu erwirtschaften. «Nun müssen wir eine Grenze suchen, um wie viel wir zukünftig das Budget überschiessen sollen.» Die Anwesenden nahmen den Vorschlag des Vorstandes von einemzukünftigen Zielbetrag von CHF 20’000 Gewinn pro Jahr an. Das aktuelle Kapital wird als Reserve für weniger erfolgreiche Jahre angesehen.

Die gut gefüllte Kasse bedingt nun gemäss den Statuten die Wahl einer dritten Person für die Revisionsstelle. Für diese Aufgabe konnte keiner der Anwesenden gewonnen werden, die Suche geht weiter.

Update aus dem SBC

«Ihr habt ein Dream-Team da vorne», sagte SBC-Präsident Silvan Hotz. Er Informierte über die aktuellen Tätigkeiten im Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verband. Dazu gehören die neue Strategie und die Verhandlungen zum Gesamtarbeitsvertrag (GAV).

Auch Hotz dankte Stefan Thalmann für seine Dienste. «Die Kommunikation hat immer sehr gut funktioniert.» Nur «ein kleines Dankeschön» sprach Silvan Hotz an Roland Räber aus. Dieser wird aufgrund seiner Funktion als Ressortleiter Panvica und SBC-Treuhand im Zentralvorstand im regen Austausch mit dem SBC-Präsidenten bleiben. 

Diego Schwerzmann

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