Ob Glacés, Torten oder Getränke – in Bäckereien und Confiserien ist zuverlässige Kühlung unverzichtbar. Weil sie rund um die Uhr läuft, lohnt es sich, auf energieeffiziente Geräte zu setzen. Bis Ende 2027 profitieren Bäckereien-Confiserien von Subventionen.

Viele Kühlgeräte in Bäckereien-Confiserien sind seit Jahren oder Jahrzehnten im Einsatz. Ihre Langlebigkeit wird zum Problem, wenn veraltete Technik weiterbetrieben wird: «Alte Geräte verbrauchen oft massiv Strom und arbeiten teilweise mit klimaschädlichen Kältemitteln», sagt Steffen Hepp von Topten, der unabhängigen Informationsplattform für stromsparende und klimafreundliche Geräte.

Kältemittel sorgen dafür, dass Wärme aus dem Inneren des Geräts nach aussen abgeführt wird – so bleibt der Innenraum kalt. Solange sie im Kreislauf eingeschlossen bleiben, sind die Mittel unproblematisch. Gelangen sie jedoch durch Defekte oder unsachgemässe Entsorgung in die Atmosphäre, wirken sie als starke Treibhausgase: So hat etwa das früher häufig verwendete Kältemittel R134a einen rund 1430-fach höheren Treibhauseffekt als CO2.

Heute sind natürliche Kältemittel wie Propan (R290) oder Isobutan (R600a) bei neuen Geräten Standard. Sie haben eine deutlich geringere Klimawirkung. Viele ältere Anlagen sind hingegen noch mit klimaschädlicheren Stoffen in Betrieb. Um deren Ersatz zu beschleunigen, setzt der Bund gezielt Anreize: Das Förderprogramm ProKilowatt unterstützt den Kauf energieeffizienter und klimafreundlicher Modelle mit bis zu 30 Prozent Rückvergütung auf den Anschaffungspreis. Voraussetzung dafür ist unter anderem der Einsatz natürlicher Kältemittel.

Beispiele für Förderbeiträge gewisser Gerätekategorien

Finanzielle Konsequenzen

Ein Ersatz lohnt sich nicht nur aus Umweltgründen: Veraltete Kühltechnik verursacht oft hohe Betriebskosten, die über die Lebensdauer den Anschaffungspreis übersteigen können. Gerade bei Installationen im Dauerbetrieb entscheidet deshalb weniger der Kaufpreis als vielmehr der Stromverbrauch über die Wirtschaftlichkeit. «Es lohnt sich, auf effiziente Geräte zu setzen, da diese über ihre Lebensdauer deutlich geringere Kosten verursachen», betont Hepp.

Warum sich ein Ersatz lohnt

Bei defekten Geräten stellt sich oft die Frage: reparieren oder ersetzen? Am Beispiel eines Kühlschranks gilt: Bis etwa sieben Jahre lohnt sich eine Reparatur meist noch – vorausgesetzt, sie ist deutlich günstiger als ein Neugerät. Ab acht Jahren sind Reparaturen nur noch bei sehr geringen Kosten sinnvoll. Ist ein Kühlschrank älter als zehn Jahre, empfiehlt sich in der Regel der Ersatz durch ein effizientes Modell.

Auch innerhalb einzelner Gerätekategorien bestehen grosse Unterschiede beim Stromverbrauch. Offene Kühlregale für den Verkauf benötigen etwa doppelt so viel Strom wie vergleichbare Modelle mit Glastüren. Bei aktuellen Lagerkühlgeräten verbrauchen ineffiziente Modelle typischerweise zwei- bis dreimal so viel Strom wie effiziente. Ältere Geräte, die noch in vielen Betrieben im Einsatz sind, können sogar drei- bis fünfmal so viel Strom verbrauchen wie ein neues Modell.

Mehr Infos und förderberechtigte Geräte:
topten.ch/gewerbe


Fördergesuch einreichen

Das Topten-Förderprogramm für Gewerbegeräte erhält die Finanzierung von ProKilowatt und steht unter der Leitung des Bundesamts für Energie (BFE). Das Förderprogramm wurde am 1. Oktober 2024 lanciert und läuft noch bis Ende 2027.

  • Informieren Sie sich vor dem Kauf, welche Geräte förderberechtigt sind – entweder auf topten.ch oder im Fachhandel.
  • Nach dem Kauf füllen Sie das Gesuchsformular aus. Informationen dazu unter topten.ch/gewerbe
  • Im Gesuchsformular können mehrere Geräte gemeinsam erfasst und eingereicht werden.
  • Senden Sie das ausgefüllte Formular zusammen mit den Rechnungen per E-Mail an gewerbe@topten.ch
  • Bei vollständigen Unterlagen erfolgt die Prüfung und Auszahlung in der Regel innerhalb einer Woche.

Text un Bild: Topten

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