Die Strategie 2030 wurde vom Zentralvorstand (ZV) genehmigt. Nun geht es an die Umsetzung. Ein Pfeiler darin: mehr weibliche Beteiligung im ZV. Aktuell ist das Gremium mit Lisa Frunz als einziger Frau ziemlich männerlastig besetzt. Ein Umstand, der in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäss ist und dem Image unseres Verbandes schadet. Dabei prägen Frauen unsere Branche auf allen Ebenen, als Unternehmerinnen, Fachkräfte, Ausbildnerinnen und Führungspersönlichkeiten. Wohlgemerkt: Über 80 % der Arbeitnehmenden in unserer Branche sind Frauen!
Die Kantonalverbände spielen eine Schlüsselrolle. Sie kennen die engagierten Unternehmerinnen und Führungskräfte in ihren Reihen. Dass es anders geht, beweisen diese Beispiele: In Neuenburg steht mit Nathalie Suter als Präsidentin und Roxane Zappella im Sekretariat ein Frauenduo an der Spitze. Auch die Ob- und Nidwaldner gehen mit gutem Beispiel voran. Regina Gut hat da das Präsidium inne. Solche Beispiele machen Mut und zeigen, dass es möglich ist.
Schon bei der Verabschiedung der letzten Strategie im Jahr 2018 war eine stärkere weibliche Vertretung ein erklärtes Ziel. Passiert ist seither zu wenig. Dass die Erhöhung des Frauenanteils nun erneut in der Strategie 2030 verankert ist, unterstreicht die Dringlichkeit. Hoffen wir, dass den Worten dieses Mal Taten folgen. Die Chance dazu ist greifbar: Bei den nächsten Kongressen stehen im ZV personelle Veränderungen an. Es ist Zeit, die Weichen neu zu stellen. Der Ball liegt nun bei den Kantonal-/Regionalverbänden, engagierte Frauen zu portieren. Aufgerufen sind alle,
Männer UND Frauen.
PS: Noch besser wäre es, wenn damit gleichzeitig auch eine Verjüngung einherginge.
Claudia Vernocchi,
Vizedirektorin, Leiterin Panissimo
Foto: Franzisca Ellenberger