Vor elf Jahren wagten Sarina Bieri und Martin Wüthrich den Schritt von Sörenberg (LU) nach Nordschweden. Heute ist ihre Princess Bageri Konditori in Sorsele fest verankert – mit Schweizer Backkunst, schwedischen Klassikern und viel Geduld.
Im Interview erzählen Sarina Bieri und Martin Wüthrich, beide ausgebildete Bäcker-Konditoren, weshalb Knuspriges in Schweden wenig gefragt ist, wie sie bei minus 40 Grad backen und warum eine Bäckerei im Ausland nur funktioniert, wenn man auf die Menschen vor Ort eingeht.
Schweizer Alpen-Idylle gegen schwedische Bullerbü-Romantik: Wo schmecken backwaren ehrlicher?
Martin Wüthrich (MW): Ich glaube, dass wir mit unserer Bäckerei in Schweden etwas Besonderes sind. In ländlichen Gebieten gibt es kaum noch Bäckereien. Deshalb wird man anders wertgeschätzt. Die Menschen freuen sich, wenn es im Dorf noch kleine Geschäfte gibt.

Wann war klar: Wir eröffnen in Schweden eine Bäckerei?
Sarina Bieri (SB): Martin hatte bereits ein Sommerhaus, wir waren oft in Sorsele in den Ferien. Irgendwann fanden wir, es wäre cool, das ganze Jahr hier zu wohnen. Ohne Sprachkenntnisse ist es schwierig, Arbeit zu finden, vor allem in unserem Beruf. Deshalb war schnell klar: Wir probieren es selbst.

Was war beim Umbau der Bäckerei am schwierigsten?
MW: Die Räumlichkeiten der bestehenden Bäckerei waren in desolatem Zustand, Maschinen und Inventar fehlten. Sieben Kollegen und Freunde aus der Schweiz sowie Sarinas Bruder halfen uns beim Aufbau – darunter zwei Elektriker; die übrigen waren handwerklich begabt. So konnten wir die Backstube in rund einem Monat einrichten. Da es vor Ort an Fachleuten wie Ofenbauern mangelt, war diese Unterstützung besonders wertvoll. …
…Lesen Sie das ganze Interview im Panissimo vom 11. September 2026.
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Franzisca Ellenberger
Fotos: zvg