Zum vierten Mal wurden diese Woche die kulinarischen Meriten der Schweiz in Bern verliehen, erstmals dabei die Konditoren-Confiseure. Die grosse Ehre kam Chocolatiers David Pasquiet (L’instant chocolat, Sierre/VS) und dem Tessiner Giuseppe Piffaretti (La Bottega del Fornaio, Mendrisio/TI) als Initiant des Panettone World Cups zu. Überbringer der Auszeichnung war Bundesrat Guy Parmelin.

Für seine vierte Ausgabe hat «Kulinarische Meriten Schweiz» entschieden, seine Anerkennung für Erstklassigkeit auch der Berufsgruppe der Konditoren-Confiseure zukommen zu lassen. Die ersten Preisträger dieser Kategorie sind der Walliser Chocolatier David Pasquiet und der Tessiner Mastro Giuseppe Piffaretti.

Einzigartige Qualität

Für David Pasquiet, seine Ehefrau Virginie und das ganze Team bedeute dieser Preis eine grosse Ehre. Seit den Anfängen habe er auf die Qualität und die Einzigartigkeit gesetzt. «Dieser Titel bestätigt unsere rund 20-jährige Arbeit», erklärte er im Gespräch mit «Panissimo» an der Preisverleihung. «Immer mit Spitzenleistungen verfeinert dieser Alchemist die berühmte Bohne der Köstlichkeit durch einzigartige Kreationen mit künstlerischem Touch», hielt Jury Präsident Dario Ranza fest.

Die Früchte ernten

«Es ist ein sehr schönes Gefühl», freute sich Giuseppe Piffaretti. Dieser Preis sei für ihn eine grosse Überraschung. «Es zeigt, dass auf dem langen Weg, den ich gegangen bin, es einige Früchte zu ernten gibt.» Nun wolle er den Panettone Weltcup international bekannt machen sowie die Deutschschweizer und die Romands in die Panettone-Produktion einführen, meinte er auf die Frage, welches seine weiteren Projekte seien. Mastro Piff, wie ihn die Tessiner nennen, beeindrucke immer wieder durch seine Beständigkeit, Professionalität und die Fähigkeit zu kommunizieren, ohne dabei seine «Bottega» zu vergessen, sagte Ranza in seiner Laudatio.

Die weiteren Preisträger

Die Preisträger bei den Köchen sind Dominik Hartmann (Restaurant Magdalena, Rickenbach), Silvia Manser (Restaurant Truube, Gais), Franck Reynaud (Hostellerie du Pas de l’Ours, Crans-Montana), Pierrick Suter (Hôtel de la Gare, Lucens). Zum Ehrenpreisträger 2023 wurde Gérard Rabaey, u.a. zweifacher Träger des Titels Koch des Jahres von Gault-Millau, ernannt.

Bundesrat Guy Parmelin

«Ihr seid die Verteidiger des Handwerks», betonte Bundesrat Guy Parmelin an der Preisverleihung. Dies in einer Welt, wo die industrielle Produktion immer grösser werde. Er erinnerte in seiner Rede an die Schönheit des Berufs, aber auch an die herausfordernde Zeit für die Gastronomie während der Pandemie sowie an den Fachkräftemangel und die volatile Konjunktur. Für den Rest des Jahres wagte er eine vorsichtige Prognose, er bezeichnete die Aussichten als «recht zuversichtlich, wenn nicht euphorisch».

Jährliche Preisverleihung

Kulinarische Meriten Schweiz ist geschaffen worden, um die Exzellenz der Schweizer Gastronomie und insbesondere des Berufs der Chefköche und neu auch der Konditoren-Confiseure aufzuwerten. Dieser Preis wird jährlich an vier Chefköche und zwei Konditoren-Confiseure verliehen, «deren Schaffen ihres Berufsstands ehren und geehrt haben und die für ihre Vorzüglichkeit, ihr Wissen und Können und für das Ausüben ihrer Kunst unter Hochachtung der authentischen Produkte des kulinarischen Erbes der Schweiz anerkannt sind», heisst es auf der Webseite vor Organisation. Alle Kandidaturen werden von einer nationalen Jury geprüft unter dem Präsidium von Dario Ranza: Irma Dütsch, Bernadette Lisibach, Felicia Ludwig, Edgar Bovier, Patrick Bonvon, Franck Giovannini, André Jaeger, France Massy, Claudia Schmid, Daniel Böniger, Simeon Calame, Paul Imhof, David Moginier, Knut Schwander.  

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Claudia Vernocchi

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