Von der Fassade bis zum Briefpapier, über die Fahrzeuge, das Tea-Room und die Website … Ackermann Artisan Boulanger in Grandson (VD) schmückt sich mit einer neuen visuellen Identität. Der Stil ist schlicht, bunt und vielfältig und bricht drastisch mit der vorherigen. Christophe Ackermann sieht darin nicht unbedingt einen Bruch mit der Vergangenheit; ganz im Gegenteil. Einzelheiten vom Inhaber des Betriebs.

Christophe Ackermann

Eine türkisfarbene Basis, eine Vielzahl von Formen in den Farben Gelb, Violett, Rosa oder Blau, eine besondere Schriftart, die speziell für das Familienunternehmen entworfen wurde … Dies sind die Bestandteile des neuen Corporate Designs der Bäckerei Ackermann; es gibt kein traditio-nelles Logo mehr, nur noch ein visuelles Konzept. «Erst wenn man die verschiedenen Kommunikationsinstrumente zusammenfügt, merkt man, dass es sich um eine Marke handelt», erklärt Christophe Ackermann. Der Patron wollte sie für mehr Freiheit und Kreativität anpassungsfähig machen. Das alte CD stammt aus dem Jahr 2007. Damals arbeitete der junge Bäcker unter seinem Vater Jean-Louis Ackermann. «Im Laufe der Jahre haben wir sie etwas verändert. Sie war in Ordnung, doch veraltet.»

VERBINDENDES PROJEKT

Christophe Ackermann übernahm die Leitung des Unternehmens 2011. «Ich habe mir immer gesagt, dass ich Zyklen von etwa zehn bis zwölf Jahren machen möchte, um dann zu sehen, wo ich stehe.» 2019 kam die Zeit der Reflexion. Waren der Wille und das Potenzial noch vorhanden, um das Abenteuer fortzusetzen? Sollte man sich anderen Projekten widmen? «Ziemlich schnell hatte ich das Gefühl, dass es noch viel zu tun gab!» Die Modernisierung des Logos war eines davon; zum einen zu seinem eigenen Vergnügen, zum anderen, um seine Motivation und die seines Teams aufrechtzuerhalten. «Ein neues Dekor, ein neues Design und neue Verpackungen haben eine verbindende Wirkung.»

«Ein neues Dekor, ein neues Design und neue Verpackungen
haben eine verbindende Wirkung.»

Christophe Ackermann

Der Branchenmann hatte die Idee, seine Marke für eine physische und digitale Nutzung im weitesten Sinne (soziale Netzwerke, App, Website…) zu überarbeiten. Er nahm die Dienste einer Lausanner Kommunikationsagentur in Anspruch. Begleitet von seinen Produktions- und Verkaufsleitern, dem Verantwortlichen Administration und seinem Vater nahm er an mehreren Workshops teil. Nachdem die ersten Elemente auf dem Tisch lagen, schlugen die Kommunikationsspezialisten zwei Wege vor: Eine ziemlich starke Weiterentwicklung des CD gegenüber dem Bisherigen und eine radikalere Neudefinition, ausgehend von einem weissen Blatt Papier. Nach Erhalt der beiden Vorschläge war die Entscheidung schnell getroffen: «15 Sekunden reichten aus, um die ‹disruptive› Variante zu wählen (…) Ich fand es schön, unser nächstes Kapitel mit einer etwas ungewöhnlichen visuellen Darstellung zu eröffnen.»

Die ausgewählten Formen und Farben symbolisieren daher den organischen Aspekt von Materialien wie Mehl oder Schokolade. «Was die Farben angeht, war ich sehr zurückhaltend mit dem Blau. Auf Drängen der Agentur behielten wir es bei, und heute würde es fehlen, wenn wir es nicht hätten.» Türkis wurde wegen seiner beruhigenden Wirkung gewählt. «Richtig dosiert, passt es sehr gut zu den anderen Farben Gelb, Violett und Rosa, die in der Bäckerei-Confiserie üblicher sind.»

Johann Ruppen

…Lesen Sie den ganzen Artikel im «Panissimo» vom 10. Februar 2023

Das könnte Sie auch interessieren

«Alle haben das Recht, sich zu ernähren»