Das Leben ist schön … oder grösstenteils. Vorausgesetzt, man blendet eine Welt aus, die Angst macht, aus den Fugen gerät, die «poutrumpt», in der es für die einen zu wenige Parkplätze und für die anderen zu wenige Tempo-30-Zonen gibt.
Blenden wir auch die schrecklichen Schicksalsschläge aus, wie dieses untröstliche Drama vom 1. Januar in
Crans-Montana (VS), das uns tief bewegt. Aber abgesehen davon ist alles gut. Glückliche Verdrängungen, Überlebensmodus aktiviert.
Wie kann man trotz allem glücklich bleiben? Der japanische Neurowissenschaftler Ken Mogi hat vielleicht einen Tipp: Jeden Tag mit einer kleinen, ganz einfachen Routine beginnen – nichts Spektakuläres. Einen Kaffee trinken und dabei Zeitung lesen, Pflanzen giessen, ein Kreuzworträtsel lösen oder eine kurze Yoga-Einheit machen …
Es geht darum, die kleinen Freuden des Alltags zu schätzen: einen Sonnenstrahl, der zwischen Nebelschwaden hindurchbricht, einen Moment der Stille zwischen zwei schlechten Nachrichten.
Kostenloses Glück, das für alle zugänglich ist.
So wie jene Kinder, die voller Staunen ihre Grittibänze entdecken, während sie vor dem Weihnachtsbaum
Gedichte vortragen, oder, aktueller, die Figur im Dreikönigskuchen finden. Eine intensive Periode geht zu Ende: Nehmen Sie sich Zeit, um sich ein wenig zu erholen. Denn schon steht der Valentinstag vor der Tür!
Ich wünsche uns allen ein Jahr 2026 voller schöner Überraschungen und positiver Energie.
Passen Sie gut auf sich und Ihre Liebsten auf!
Jean-François Leuenberger
SBC-Vizepräsident
Foto: Franzisca Ellenberger